Bildentzerrung und Montage

Aus fokus-gmbh-leipzig.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

In diesem Kapitel lernen Sie, wie Sie über den Entzerrungsbaum eine maßstäbliche Grundlage für Ihre Kartierung erzeugen. Dies können entweder projektiv entzerrte rezente Photos, historische Aufnahmen, Thermographiebilder oder gescannte Zeichnungen sein, die Sie über den Knoten Kartierungsgrundlage im Projektbaum auch noch nachträglich laden können. Bevor Sie mit Ihrem eigenen Entzerrungsprojekt beginnen, ist es empfehlenswert mit den Beispielen, die wir Ihnen im Supportbereich unserer Website zur Verfügung stellen, zu üben. Lösen Sie dazu den ZIP-Ordner auf und speichern Sie ihn auf Ihrer Festplatte ..\KARTIERUNG-SCHULUNG\AUSGANGSBILDER.

Aufnahmeplanung

Das Programmfenster Aufnahmeplanung soll Sie in diesem Sinne bei Ihrer Arbeitsvorbereitung unterstützen. Wie Sie metigo MAP dazu einsetzen können, folgen Sie bitte diesem Link. Das nachfolgende Programmfenster ist in zwei Bereiche eingeteilt:

  • Bildmaßstab und Bildauflösung werden Sie in Abhängigkeit der geplanten Kartierung im Bereich Objektgröße / Bildgröße definieren.
    • Wie groß ist Ihr Objekt und in welchem Maßstab wollen Sie kartieren?
    • Mit welchen Papierformaten wollen Sie arbeiten?
    • Was wollen Sie in Ihrer Kartierung erfassen und welche Bildauflösung benötigen Sie dafür?
    • Welche Bildgröße können Sie mit Ihrem PC bearbeiten?
  • Die Aufnahmekonfiguration ergibt sich aus der Ihnen zur Verfügung stehenden Kameraausrüstung sowie den Aufnahmebedingungen vor Ort. Wobei Sie hier in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Kameratechnik zwischen Digitalkamera und analoger Kamera auswählen können.

Arbeitsvorbereitungen

Für die Entzerrung eines Bildes benötigen Sie:

  • ein digitales Bild von Ihrem Objekt;
  • für die Geometrieentzerrung: eine Skizze mit Bemaßungen, die die folgenden Informationen beinhalten:
  • für die Entzerrung mit Rechteck: am Objekt gemessenen Strecken (Höhe und Breite eines Rechtecks),
  • für die Entzerrung mit Parallelen: am Objekt gemessenen Strecken (eine vertikale und eine horizontale Referenzstrecke),
  • für die Entzerrung mit Streckennetz: 4 markierte Passpunkte am Objekt, sowie die gemessenen Referenzstrecken (4 Seiten und 2 Diagonalen)
  • für das Drehen und Skalieren: eine am Objekt gemessenen Referenzstrecke]];
  • für die Koordinatenentzerrung: eine Skizze, die die Lage der Kontrollpunkte und eine Koordinatendatei, die die 2D-Objektkoordinaten auf der Entzerrungsebene beinhaltet;
  • für die Stapelentzerrung: ein Mehrebenen-TIFF oder ein Bildstapel, der von demselben Standpunkt und mit denselben Einstellungen aufgenommen wurden, eine Skizze mit Lage der gemessenen Passpunkte sowie eine Koordinatendatei.

Der Entzerrungsbaum

Gehen Sie auf die Registrierkarte Entzerrung auf der rechten Seite des Bildschirms und klicken Sie hier die gewünschte Entzerrungsmethode mit der rechten Maustaste aus. Wählen Sie Bild laden... aus dem Kontextmenü und wählen Sie die Datei aus.

Auswahlmenü: Art der Geometrieentzerrung

Falls Sie die Geometrieentzerrung ausgewählt haben. Öffnet sich ein Dialog mit vier Vorkaufsrecht:

  • Rechteckentzerrung
  • Parallelenentzerrung
  • Streckennetzentzerung
  • Drehung und Skalierung

Wenn Sie die Koordinatenentzerrung und die Bildstapelentzerrung ausgewählt haben, müssen Sie dem Projekt neben dem Bild auch eine Koordinatendatei zuweisen.

Merke Merke:Bevor Sie Ihr eigenes Entzerrungsprojekt beginnen, empfehlen wir Ihnen die Bilder, die wir Ihnen zum Download im Supportbereich unserer Webseite zur Verfügung stellen. Im folgenden verweisen wir Sie auf die entsprechenden Bilder, die Sie nutzen können.

Das Werkzeugsfenster Entzerrung

Je nachdem welchen Knoten im Entzerrungsbaum das gewählte zu entzerrende Bild zugeordnet ist, wird jeweils ein anderes Werkzeugfenster am rechten Rand der graphischen Benutzeroberfläche geöffnet. Vgl. hierzu die einzelnen Artikel zu den jeweiligen Entzerrungsmethoden:

Das Werkzeugfenster Entzerrung.

Wählt man jedoch entweder den Knoten Koordinatenentzerrung oder Stapelentzerrung an, öffnet sich ein Werkzeugfenster, in dem Sie Parameter setzen können, die Sie auf alle bereits über den betreffenden Knoten geladen Bilder anwenden wollen.

  1. In dem Abschnitt Entzerrungsparameter legen Sie die Auflösung und den Maßstab für das Ergebnisbild fest. Als Standard werden die Auflösung und der Maßstab verwendet, die Sie in den Projekteinstellungen definiert haben. Um die neuen Einstellungen auf alle dem Knoten zugeordneten Bildentzerrungen anzuwenden, drücken sie den Schalter Parameter für alle Bilder anpassen. Für alle neu geladenen Bilder wird automatisch die hier festgelegten Entzerrungsparameter übernommen.
  2. Unter Objektkoordinaten sehen Sie alle Meßdatenebenen aufgelistet, die Sie in Ihrem Projekt angelegt haben.
  3. Im Abschnitt Entzerrungsoptionen können Sie verschiedene Optionen auswählen, die sie auf ihre Entzerrung anwenden wollen. Wie für die Entzerrungsparameter können Sie diese auf alle bereits geladene Bilder anwenden, indem Sie den Schalter Optionen für alle Bilder anpassen drücken.
    Die Entzerrungsoptionen, die Ihnen zur Verfügung stehen, sind im einzelnen:
    • der Auswertebereich: Klicken Sie dieses Kontrollkästchen an, um einen Auswertebereich zu zeichnen, den Sie auf das zu entzerrende Bild anwenden wollen. Haken Sie zusätzlich das Kästchen nur Auswertebereich entzerren an, um nur den Bereich zu entzerren, der innerhalb des Auswertebereich liegt. Alle außerhalb liegenden Bereiche werden im entzerrten Bild in der gewählten Hintergrundfarbe dargestellt.
    • das Gitternetz: Haben Sie bereits Koordinaten den Haken im Kontrollkästchen Gitternetz gesetzt, wird über das zu entzerrende Bild ein Gitternetz in dem über die Pull-Down-Menüs Schrittweite definierten Gitterabstand gezeichnet.
    • das Hintergrundfarbe: Über das Pull-Down-Menü Hintergrundfarbe können Sie wählen, ob Bereiche ohne Bildinformationen Weiß oder Schwarz gefüllt werden sollen.
    • das Transformationsart: Wählen Sie hier aus, welche Koordinatentransformation auf das Bild angewendet werden soll.
    • das Resampling: Wählen Sie hier die Resamplingmethode aus, die auf das Bild angewendet werden soll.
    • Transformationsparameter immer aktualisieren: Klicken Sie diesen Haken an, wenn Sie die berechneten Transformationsparameter anpassen wollen, sobald Sie neue Objektkoordinaten im Bild gemessen haben.
  4. Im Abschnitt Allgemeine Optionen bestimmen Sie das Zoomverhalten im Bild vor und nach der Messung einer Objektkoordinate.
    Setzen Sie den Haken bei Näherungswerte für Paßpunkte im Bild anzeigen, damit ihnen sobald Sie zwei Punkte gemessen haben, die ungefähre Lage der weiteren Paßpunkte im zu entzerrenden Bild angezeigt wird.
    Wenn Sie einen Haken bei fortlaufende Punktnummer bei Bildkoordinatenmessung gesetzt haben, wird sobald Sie neue Bildkoordinate gemessen haben, im Dialog Punkt hinzufügen die nächste freie Punktnummer für den Neupunkt vorgeschlagen.

Allgemeine Angaben für alle Entzerrungsmethoden

Sobald die passende Entzerrungsmethode gewählt wurde, öffnet sich das Werkzeugfenster auf der rechten Seite des Bildschirms. Es ist in zwei Teile unterteilt:

  • Der obere Teil informiert über Bildname, Bildgröße in MB, cm und Pixel, sowie Auflösung und Maßstab des ursprünglichen und das entzerrten Bildes. Das entzerrte Bild wird unter dem automatisch vorgeschlagenen Name oder einem von Ihnen freigewählten gespeichert. Die Werte für die Bildgröße werden ebenfalls angezeigt. Wählen Sie eine der beiden Qualitätseinstellungen (Standard oder Hoch) für die Auflösung des entzerrten Bildes oder wählen Sie benutzerdefiniert und tragen die benötigte Auslösung und den gewünschten Maßstab für das zu entzerrende Bild selber ein, wenn dieser vom Projektmaßstab abweichen sollte.
  • Geben Sie Werte im unteren Teil ein und legen Sie Methoden fest, die Sie zum Berechnen der Entzerrungsparameter benötigen. Einige wiederholen sich, wie der Auswertebereich, die Hintergrundfarbe, sowie Transformations- und Resampling-Methoden.
nach der Kalkulation der Entzerrungsparameter
vor der Kalkulation der Entzerrungsparameter

Geometrieentzerrung

In diesem Kapitel erfahren Sie mehr darüber, wie Sie einfache geometrische Informationen, die Sie am Objekt aufgenommen haben, dazu nutzen können Bilder zu entzerren:

Koordinatenentzerrung

metigo® MAP 4.0 bietet als neue zusätzliche Möglichkeit an Bilder anhand von Koordinaten zu entzerren.

Dazu müssen Kontrollpunkte 3-dimensional entweder mit der Totalstation eingemessen oder auf einem Referenzbild oder einem Riß in 2-Dimensionen bestimmt werden (siehe unter Bildmatching).

Merke Merke: Da metigo® MAP vor allem für Nicht-Geodäten programmiert wurde, benutzt es die mathematische Konvention zur Benennung der Koordinaten. Dies bedeutet, das die Koordinaten der Punkte in einem Koordinatensystem entsprechend der Rechte-Hand-Regel definiert sind:
  • X für RW (Rechtswert),
  • Y für HW (Hochwert),
  • Z für Höhe.
  • Alle Winkel werden gegen den Uhrzeigersinn gemessen.

Entzerrung von Bildstapeln

!!!Text!!!

Bildmatching

Das Bildmatching ist eine spezielle Art der Koordinatenentzerrung, bei der man mit Hilfe eines Übersichtbildes weitere detailliertere Bilder entzerrt, indem automatische identische Punkte sowohl im Übersichtsbild als auch im Detailbild gesucht und gefunden werden.

BKS-Verwaltung

Bildmontage

!!!Text!!!

Entzerrtes Bild Laden

Wenn Sie mit metigo MAP im entzerrten Bild kartieren wollen, benötigt das Programm immer den Bildmaßstab, die Bildauflösung und die Bildgröße des entzerrten Bildes. Die Einträge von Bildauflösung und Bildgröße sind standardmäßig in der TIFF-Datei vermerkt. Der Bildmaßstab muss Ihnen bekannt sein. Wenn Sie in einem übergeordneten Koordinatensystem messen wollen, benötigen Sie die Koordinaten des Einfügepunktes (Bildecke unten links). Im Programm und im Handbuch wird dieser Punkt als Bildursprung bezeichnet. Wenn Sie das Bild mit metigo BASIC, metigo MAP oder metigo 2D entzerrt haben, wird der Bildursprung in der TIFF-Datei gespeichert und daher beim Laden des entzerrten Bildes automatisch eingelesen. Der Eintrag dieser Bildeigenschaften ist standardmäßig nicht vorgesehen, er kann somit von anderen Programmen nicht gelesen werden und geht beim Abspeichern der Bilddaten durch andere Programme wieder verloren. � Bei jeder Bildentzerrung wird im aktuellen Arbeitsverzeichnis eine binäre Datei mit dem Bildursprung abgespeichert. Sie trägt den gleichen Namen wie das entzerrte Bild, nur mit der Dateiendung *.USP. In dieser Datei sind die Informationen für die Wiederherstellung des Bildursprungs für das entzerrte Bild enthalten. Das Einlesen dieser Datei durch metigo MAP ist jedoch nur möglich, wenn Sie den Dateinamen, die Bildgröße und die Bildauflösung der Datei nicht verändert haben!

  1. Im Dialogfenster werden Ihnen oben der Bildname angezeigt.
  2. Klicken Sie auf USP-Datei laden, wenn Sie den Bildursprung mit der USP- Datei wieder herstellen wollen.
  3. Wenn Sie mit „fremden“ entzerrten Bildern arbeiten wollen, können Sie Maßstab und Ursprung manuell eingeben.
  4. Bestätigen Sie die Eingaben mit OK und das Bild wird geladen.


� Das Einfügen von digitalen, nicht mit metigo MAP entzerrten Bildern ist auch möglich. Beim Öffnen dieser Dateien erfolgt die oben beschriebene Abfrage von Bildmaßstab und Koordinatenbezug. Sie können diese Informationen für das entzerrte Bild manuell eingeben.