Signatureditor

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Zusammen mit metigo MAP 4.0 haben Sie den Signatureditor SigEdit erhalten. Dieser ermöglicht Ihnen, Ihre eigenen, den Anforderungen des Auftraggebers entsprechenden, Signaturen zu erstellen. metigo® MAP 4.0 liefert bereits zahlreiche Signaturen, doch wollen wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, in diesem Bereich flexibler zu arbeiten.

Mit Hilfe des Signatureditors kann man die folgenden vier Signaturtypen jederzeit neu definieren:

So können zum Beispiel eine neue Schraffur erstellt oder eine bestehende Schraffur geladen und modifiziert werden. Anschließend können Sie Ihre erstellten Signaturen auch der Signaturbibliothek hinzufügen.

Merke Merke: Wenn Sie eine neue Signatur anlegen möchten, empfiehlt es sich, eine bestehende Signatur, die der neu anzulegenden ähnlich ist, zu laden. Probieren Sie Variationen der Signatur aus, indem Sie bestehende Koordinaten im Eingabefeld ändern! Im Vorschaufeld sehen Sie sofort das Ergebnis Ihrer Modifikationen und können sich so leichter mit der Funktionsweise des Editors vertraut machen.
Die Signaturtypendateien können auch mit Hilfe eines Texteditors gelesen und bearbeitet werden.

Die Benutzeroberfläche des Signatureditors gestaltet sich wie folgt:

  1. Im oberen Teil des Fensters wählen Sie über die Reiter die zu bearbeitenden Signaturtypen.
  2. Über die Funktionstasten darunter können Sie Signaturtypendateien laden und speichern. Im Pull-Down-Menü darüber wird der Pfad der geladenen Signatur angezeigt.
  3. Wenn Sie eine Signaturtypendatei ausgewählt haben, können Sie in dem Pull-Down-Menü die gewünschte Signatur auswählen.
  4. Wenn Sie eine neue Signatur anlegen wollen, wählt man zunächst über die Kartenreiter einen Signaturtyp. Gehen Sie dann auf den Button Neue Signatur und geben im Eingabedialog einen Namen für die neue Signatur ein.
  5. Im Eingabefeld wird der Zeichencode einer geladenen Signatur angezeigt. Wenn Sie eine neue Signatur anlegen möchten, können Sie hier den Zeichencode für Ihre neue Signatur eingeben.
  6. Neben dem Eingabefeld stehen Ihnen weitere Optionen zur Verwaltung und Bearbeitung der Signaturen zur Verfügung.
  7. Im Vorschaufenster wird die Signatur mit den aktuellen Einstellungen angezeigt.
  8. Neben dem Vorschaufenster können Sie verschiedene Anzeigeoptionen auswählen.

Merke Merke: Die Einstellungen unter dem Pull-Down-Menü “Skalierung“ beziehen sich nur aufdie Bildschirmanzeige und nicht aufdie tatsächliche Größe der Signatur.

Merke Merke: Mit Aktivierung des Semantik-Tests werden eventuelle Fehler im Code rot gekennzeichnet.

Vektorsignaturtypendatei (*.VEC)

Vektorsignaturen bestehen aus 3 grundlegenden Elementen – Polygonen, Bögen (Kreise) und Texte – die beliebig miteinander kombiniert werden können. Jedes dieser Elemente beginnt mit der Zeichenkette: V, F0, R0. Diese Zeichenfolge legt den Beginn eines neuen Elementes fest. Zusätzlich definiert es, ob es, im Fall einer Fläche, gefüllt sein soll und ob es an einer Trägerlinie gedreht werden soll, oder nicht.

  • V: Hinweis auf neues Element in der Vektorsignatur
  • F0/1: Füllung aus/ein für dieses Element (wenn Fläche)
  • R0/1: Drehung aus/ein für dieses Element

Je nachdem, welches Element Sie nun in der Vektorsignatur definieren möchten, folgt entweder eine oder mehrere Polygonpunktzeilen, genau eine Bogendefinitionszeile, eine 'Textdefinitionszeile, eine Datenfelddefinitionszeile:, eine Funktionsdefinitionszeile oder eine Definitionszeile für ein umgebendes Element .

  • Polygonpunktzeile: VP,0.001,0.001
    Diese Zeile beginnt mit der Zeichenfolge VP gefolgt von zwei durch Komma getrennte Werte.
    • Der erste definiert die X-Koordinate (am obigen Beispiel: 1mm) und
    • der zweite Werte die Y-Koordinate (am obigen Beispiel: 1mm) des Polygonpunktes.
Merke Merke: Mehrere Polygonpunktzeilen definieren ein Polygon in der Vektorsignatur. Wenn der erste und der letzte Punkt identisch sind, erhalten Sie eine Fläche, welche auch gefüllt werden kann.
  • Bogendefinitionszeile: VC,0,0,0.02,0,0,S0
    Diese Zeile beginnt mit der Zeichenfolge VC gefolgt von sechs durch Komma getrennte Werten.
    • Wert 1 und 2: Definition des Kreismittelpunkts (am Beispiel: (0,0)),
    • Wert 3: Definition des Radius in [m] (am Beispiel: 4 mm).
    • Wert 4 und 5: Definition des Start- und Endwinkels im Intervall von 0° bis 360° definieren, um so einen Kreisbogen zu definieren (am Beispiel wird ein Vollkreis definiert, da beide Werte 0 sind).
    • Wert 3: Definition ob der Kreisbogen offen S0 oder geschlossen S1 dargestellt wird. Für einen geschlossenen Kreisbogen wird eine Strecke vom Mittelpunkt zu den Start- und Endpunkt des Kreissegments gezeichnet.
  • Textdefinitionszeile: VT,0.01,0,"A",0.005,b1,i0,u0
    Diese Zeile beginnt mit der Zeichenfolge VT gefolgt von sieben durch Komma getrennte Werte bzw. Zeichenketten.
    Falsche Werte werden standarmäßig auf 0 gesetzt und überflüssige Werte ignoriert
    • Wert 1 und 2: Abstand zum Einfügepunkt in x- bzw. y-Richtung in [m],
    • Wert 3: Anzuzeigende Zeichenkette in Anführungszeichen, dieser wird standardmäßig zentriert dargestellt.
    • Wert 4: Schrifthöhe in [m] bei 100% Druckausgabe (am Beispiel Dreieck A: 4 mm)
    • Wert 5 bis 7: Einstellungen für den Schriftstil (fett, kursiv, unterstrichen).
Wert 5: b0 - Standard, b1 - fett bold (engl.)
Wert 6: i0 - Standard, i1 - kursiv italic (engl.)
Wert 7: u0 - Standard, u1 - unterstrichen underlined (engl.)
  • Wert 8 bis 9: Einstellungen für die horizontale und vertikale Textausrichtung
Wert 8: horizontale Ausrichtung hl - links, hc - zentriert, hr - rechts
Wert 9: vertikale Ausrichtung vt - oben, vc - mittig, vb - auf der Grundlinie, vd - unten
  • Datenfelddefinitionszeile: VD,0.01,0,"Index",0.005,b1,i0,u0
    Diese Zeile beginnt mit der Zeichenfolge VD gefolgt von sieben durch Komma getrennte Werte bzw. Zeichenketten.
    Falsche Werte werden standarmäßig auf 0 gesetzt und überflüssige Werte ignoriert.
    • Wert 1 und 2: Abstand zum Einfügepunkt in x- bzw. y-Richtung in [m],
    • Wert 3: Name des anzuzeigenden Datenfeld in Anführungszeichen, dieses wird standardmäßig zentriert dargestellt. Sie können sowohl feste als auch frei Datenfelder wählen.
    • Wert 4 bis 9: Definition hierzu vgl. Textdefinitionszeile.


Beispiele für Vektorsignaturen

Im folgenden Beispiel, können Sie einen Vektorsignatur sehen, die aus zwei der drei grundlegenden Elementen kombiniert wurde. Sie enthält eine Dreiecksfläche (nicht ausgefüllt) in der sich ein Text (A) befindet.

Beispiel: Vektorsignatur * Dreieck A
Zeichenfolge Beschreibung Ergebnis
V,F0,R0 neues Element, Füllung aus, Drehung aus
The insertion point of vector symbol Triangle A is shown red.
VP,-0.004,-0.004 Definition des Polygonpunktes
VP,0.004,-0.004 Definition des Polygonpunktes
VP,0,0.004 Definition des Polygonpunktes
VP,-0.004,-0.004 Definition des Polygonpunktes
V,F0,R0 neues Element, Füllung aus, Drehung aus
VT,0,-0.002,"A",
0.004,b0,i0,u0
Vektortext, Definition der Position, des Schrifttyps, der Schriftgröße und -formatierung
Merke Merke: Die Einheit für Maße sind [m] bzw. Dezimalgrad.
Die Dezimalstellen werden mit einem Punkt, nicht mit einem Komma gekennzeichnet! Die Anzahl von Elementen, mit der man seine Vektorsignatur gestalten möchten, ist nur durch die Kapazitäten des Rechners eine Grenze gesetzt.
Achtung Achtung: Fehlerhafter Code wird rot gekennzeichnet und muss ausgetauscht werden. Achten Sie vorallem auf die richtige Auswahl der Signaturtypen. Wenn der Code einer Signatur im Reiter des falschen Signaturtyps eingegeben wurde, kann nichts angezeigt werden.


Weitere Beispiele:

Beispiel: Vektorsignatur * Rechteck 2x3 mm leer
Ausgabe eines Rechtecks mit 2x3 mm Seitenlänge und Mittelpunkt als Einfügepunkt.
Zeichenfolge Beschreibung Ergebnis
V,F0,R1 neues Element, Füllung aus, Drehung ein
Der Einfügepunkt der Vektorsignatur Rechteck 2x3 mm leer wird rot angezeigt.
VP,-0.002,-0.003 Definition des Polygonpunktes
VP,-0.002,0.003 Definition des Polygonpunktes
VP,0.002,0.003 Definition des Polygonpunktes
VP,0.002,-0.003 Definition des Polygonpunktes
VP,-0.002,-0.003 Definition des Polygonpunktes
Beispiel: Vektorsignatur * Kreis oben gefüllt, unten leer r=4mm
Ausgabe eines Kreis mit 8 mm Durchmesser (oben gefüllter Halbkreis, unten nicht gefüllt).
Zeichenfolge Beschreibung Ergebnis
V,F1,R1 neues Element, Füllung ein, Drehung ein
Der Einfügepunkt der Vektorsignatur Rechteck 2x3 mm leer wird rot angezeigt.
VC,0,0,0.004,0,180,S0 Definition des oberen Kreisbogens
V,F0,R1 neues Element, Füllung aus, Drehung ein
VC,0,0,0.004,180,0,S0 Definition des unteren Kreisbogens
Beispiel: Vektorsignatur * A 1m kursiv & unterstrichen
Ausgabe: A mit 1 cm Höhe (kursiv & unterstrichen) / dreht sich nicht mit Winkel.
Zeichenfolge Beschreibung Ergebnis
V,F0,R0 neues Element, Füllung aus, Drehung aus
Der Einfügepunkt der Vektorsignatur wird rot angezeigt. Er wird mit den Parametern hl und vb definiert.
VT,0,0,"A",0.01,b0,i1,u1,hl,vb Definition des Texts
Beispiel: Vektorsignatur * Trigonometrischer Punkt
Zeichenfolge Beschreibung Ergebnis
V,F0,R0 neues Element, Füllung aus, Drehung aus
Der Einfügepunkt der Vektorsignatur TrigonPkt ist ausgeschaltet. Wenn er angeschaltet ist, wird er rot über dem kleinen schwarzen Vollkreis angezeigt.

VP,-0.004,-0.003
VP,0.004,-0.003
VP,0,0.005
VP,-0.004,-0.003

Definition der Polygonpunkte des Dreiecks
V,F1,R1 neues Element, Füllung ein, Drehung aus
VC,0,0,0.0005,0,0,S0 Definition des Vollkreises im Mittelpunkt
V,F0,R0 neues Element, Füllung aus, Drehung aus
VD,0.005,0.0015,"x",
0.003,b0,i1,u1,hl,vb
Definition des Datenfeldes für die x-Koordinate (RW)
VD,0.005,-0.0015,"y",
0.003,b0,i1,u0,hl,vb
Definition des Datenfeldes für die y-Koordinate (HW)

Linientypendatei (*.LIN)

Zur Erstellung einer Liniensignatur öffnet man den Reiter Linientypen. Der Zeichencode einer Linientypendatei kann einzeilig oder mehrzeilig definiert sein.

Die erste Zeile beginnt standardmäßig mit einem A und den nachfolgenden Zeichenbefehlen für die Linie, wobei die einzelnen Zeichenbefehle durch ein Komma getrennt sind.

  • Bei positiven Zahlen wird ein Strich mit der Länge des angegebenen Zahlenwerts in [m] gezeichnet,
  • bei einer negativen Zahl entsteht dementsprechend ein Freiraum.
  • Mit der 0 können Sie einen Punkt zeichnen.

Das so definierte Linienmuster wird dann fortlaufend wiederholt.

Weitere Liniendefinitionen beginnen in der Zeile mit B und C. Die Zeile mit B definiert eine Signatur an der Trägerlinie A (z.B. Striche, Winkel) und deren fortlaufenden Abstand auf der Trägerlinie, eine Zeile mit C definiert die Teillinie einer Signatur (z.B. Strichlänge, Winkel und Positionierung zur Trägerlinie).

Merke Merke: Die Einheit für Maße sind [m] und Dezimalgrad.
Die Dezimalstellen werden mit einem Punkt, nicht mit einem Komma gekennzeichnet! Die Anzahl der Elemente, mit der man seine Liniensignatur gestalten möchten, ist nur durch die Kapazitäten des Rechners eine Grenze gesetzt.
Merke Merke: Linienmuster können auch mit Vektorsignaturen kombiniert werden.
Beispiele für Liniensignaturen
Beispiel: Liniensignatur * Strich-Punkt 3 mm
Ausgabe einer Strich-Punkt-Linie.
Zeichenfolge Beschreibung Ergebnis
A,0.003,-0.003,0,-0.003 Linie, Freiraum, Punkt, Freiraum
Liniensignatur * Strich-Punkt 3 mm
Beispiel: Liniensignatur * Winkel 60° 4mm einfach
Ausgabe einer Linie mit Winkeln, links von der Trägerlinie.
Zeichenfolge Beschreibung Ergebnis
A,0.001 Trägerlinie (Volllinie)
Die Liniensignatur * Winkel 60° 4mm einfach.
B,0.006,0 Abstand der Signaturelemente auf der Trägerlinie (6mm)
C,0,0,0.004,60 Positionierung, Länge und Winkel (1. Teillinie des Winkels)
C,0,0,0.004,120 Positionierung, Länge und Winkel (2. Teillinie des Winkels)

Liniensignaturen kombiniert mit Vektorsignaturen

Liniensignaturen können mit Vektorsignaturen so kombiniert werden, dass die Vektorsignatur mit einem angegebenen Wiederholabstand auf der Linie wiederholt dargestellt wird. Um eine Vektorsignatur in eine Liniensignatur zu integrieren, wird die mit A angeführte Zeile nach der Definition des Linienmusters erweitert.
Diese Erweiterung besteht aus fünf Zeichenketten, welche durch Komma getrennt sind. Die erste Zeichenkette (V) signalisiert das Einfügen einer Vektorsignatur, gefolgt von einer Zeichenkette, die dem Namen der einzufügenden Vektorsignatur entspricht. Die letzten 3 Zeichenketten sind Werte, wobei der erste der Wiederholabstand entlang der Linie ist, der zweite dem Abstand zum Linienanfang in Richtung der Linie und der dritte dem senkrechten Abstand zum Linie entspricht. Damit die Vektorsignatur(en) eingefügt werden, muss die Definition dieser nach der Definition der Linien in einen zusätzlichen Block. Der Beginn dieses Blockes wird durch die Zeichenkette #VEKTORSIGNATURES# gekennzeichnet. Anschließend erfolgt die bekannte Definition einer oder mehrerer Vektorsignaturen.

Beispiel: * Liniensignatur * Linie Kreis & Rechteck
Ausgabe einer Linie mit offenem Halbkreis und geschlossenem Rechteck.
Zeichenfolge Beschreibung Ergebnis
A,1,V,"Kreis&Rechteck",0.012,-0.005,0 Definition der
Trägerlinie
Liniensignatur * Linie Kreis & Rechteck
*#VECTORSIGNATURES#
*Kreis&Rechteck
V,F0,R1
VC,0,0,0.004,0,180,S0
V,F1,R1
VP,-0.004,0
VP,-0.004,-0.002
VP,0.004,-0.002
VP,0.004,0
VP,-0.004,0
Definition der
Vektorsignaturen

Achtung Achtung: Dezimalstellen werden immer mit Punkt und nicht mit Komma getrennt!

Weitere Beispiele:

  • Linie gestrichelt 1mm
    Linie gestrichelt 1mm
  • A,0.01,-0.01
  • Ausgabe: Linie ist gestrichelt mit Strichlänge = Strichabstand = 1cm
  • Volllinie mit leeren Dreiecken 60°
    Volllinie mit leeren Dreiecken 60°
  • A,0.01
  • B,0,0
  • C,0,0,0.01,60C,0.01,0,0.01,120
  • Ausgabe: Vollinie an der gleichwinklige Dreiecke (ohne Abstand, Seitenlänge = 1cm) angebracht sind
  • Linie gepunktet mit Halbkreis oben leer
    Linie gepunktet mit Halbkreis oben leer
  • A,0.01,-0.01,V,"Halbkreis 5mm",0.01,0
  • #VECTORSIGNATURES#
  • *Halbkreis 5mm
  • V,0,0,0
  • VK,0.005,0,180
  • Ausgabe: Linie ist gestrichelt mit Strichlänge = Strichabstand = 1cm - außerdem werden Halbkreise mit 5mm Radius (0°-180°) angebracht

Schraffurtypendatei (*.PAT)

Das Format ist ähnlich dem der Liniendatei aufgebaut, jedoch ohne “A,B,C“ am Zeilenanfang. Ein Schraffurmuster kann sich aus einer oder mehreren Linientypen zusammensetzen. Für die Beschreibung je einer Schraffurlinie folgt dann jeweils eine Zeile mit folgenden Variablen, die immer durch ein Komma getrennt sind:

  1. Winkel der Linienausrichtung in Grad
  2. X-Koordinate für Verschiebung des Linieneinfügepunktes (im WKS)
  3. Y-Koordinate für Verschiebung des Linieneinfügepunktes (im WKS)
  4. Abstand der Linien in x- Richtung
  5. Abstand der Linien in y- Richtung
  6. Definition für das Muster der Linie

Merke Merke: Das Muster der Linie kann genau so aufgebaut sein, wie im Kapitel für Liniensignaturen beschrieben – inklusive der Einbindung von Vektorsignaturen.

Schraffur * Linien+Striche 45°re 2mm

Dazu ein Beispiel:

Schraffur * Linien+Striche 45°re 2mm
Zeichenfolge Bedeutung
45,0,0,0,0.002 45° Volllinie, Abstand der Linien 2mm
45,0.0014,0,0.003,0.002,0.002,-0.002 Liniendefinition der Striche

Weiteres Beispiel:

  • 45° Linie gestrichelt 4mm
    45° Linie gestrichelt 4mm
  • 45,0,0,0,0.002,0.004,-0.004

Referenzdatei für Bildsignaturen (*.REF)

Den Bildsignaturen liegen Bilddateien im TIFF–Format zu Grunde. Da es sich hierbei nicht um Vektordateien handelt, können Sie im Signatureditor nicht bearbeitet werden.

Wenn Sie eigene Bilder als Bildsignaturen nutzen wollen, um z.B. eine Lageskizze, einen Maßstab oder Ihr Firmenlogo einzufügen, haben Sie die Möglichkeit, Bildsignaturen aus jeder Bilddatei direkt im Projekt zu erstellen. Öffnen Sie dazu die Klassenverwaltung und über die Schaltfläche Signaturen die Signaturverwaltung. Über den Import können Sie Bilder importieren, deren Größe ändern und Sie in das Projekt einfügen. Näheres ist unter Kapitel 10.1.2 Signaturverwaltung beschrieben.

Alternativ haben Sie die Möglichkeit, Signaturen in einer Referenzdatei abzulegen. In der Referenzdatei *.REF können Sie beliebige Signaturen definieren, die Sie für Ihre Kartierung verwenden möchten. Sie wird als Textdatei abgelegt und kann jederzeit erweitert werden. Zum Anlegen einer Verknüpfung eines Bildes mit einer Referenzdatei öffnen Sie eine Referenzdatei aus dem Verzeichnis Bildsignaturen in Ihrem Metigo Programmverzeichnis. Sie können einer bestehenden Datei Signaturen hinzufügen, alternativ können Sie die alten Einträge löschen und die Datei unter einem neuen Namen mit Ihren aktualisierten Signaturen speichern. Das Anlegen von neuen Signaturen in einer Referenzdatei kann für häufig verwendete Signaturen von Vorteil sein.

Merke Merke: *.REF-Dateien können nicht über einen Doppelklick des Icons in einem Verzeichnis geöffnet werden, sondern nur direkt über ein Textverarbeitungsprogramm.

SIGN ImageRef.png

Für jede Signatur werden zwei Zeilen benötigt. Die erste Zeile enthält den Namen der Signatur, der auch in der Programmoberfläche von metigo MAP verwendet wird. In der zweiten Zeile stehen für die Beschreibung der Signatur folgende Variablen, die durch ein Leerzeichen getrennt sind:

  1. Dateiname der Signaturdatei (TIFF-Format),
  2. Spaltenzahl für Einfügepunkt der Signatur,
  3. Zeilenzahl für Einfügepunkt der Signatur

Der Einfügepunkt dient als Referenzwert für das koordinatengerechte Einfügen während der Kartierung.

Merke Merke: Die in der Referenzdatei aufgezählten Signaturen müssen immer als TIFF - Datei im gleichen Verzeichnis der Referenzdatei liegen. Komprimierte Dateiformate können nicht in das Programm eingelesen werden.

Merke Merke: Die Variablen von Dateiname, Spalte und Zeile werden durch Leerzeichen getrennt aus der Signaturdatei eingelesen. Verwenden Sie keine Leerzeichen im Dateinamen der Bildsignaturen, da diese sonst nicht eingelesen werden.

Farbpalettendatei (*.COL)

In der aktuellen Programmversion sind bereits fünf gängige Farbsysteme, ACAD, NCS (Natural Color System) , PC-Farben (PC-16), RAL-Farben und STABILO-Stiftfarben, enthalten. Im Signatureditor können Sie darüber hinaus unter Farbtypen benutzerdefiniert Farben erstellen, die Sie für Ihre Kartierung verwenden möchten. Für jede neue Farbe wird eine Zeile benötigt. Für die Beschreibung der Farbe werden im allgemeinen folgende Variablen verwendet, die immer durch ein Semikolon getrennt sind:

1.-3. Hinweis auf Farbe durch Bindestrich/Semikolon -;-;

4.-6. Farbwerte für RGB (0..255)

7.-10. Farbwerte für CMYK in Prozent (wird z.Z. nicht verwendet)

11. Farbwert für 256 Graustufen

Bei den Farbsystemen RAL und STABILO beginnt die Zeile immer mit Farbnamen, Farbnummer und Stiftnummer.

Beispiele:
Zeichenfolge Beschreibung Ergebnis
Farbe, PC-16, * Magenta
Farbe, PC-16, * Magenta
- ; - ;255;0;255;43;69;0;1;0 RGB-Wert für Magenta
Farbe, RAL, * Hellrotorange
Farbe, RAL, * Hellrotorange
RAL 2008;54/221;225;109;50;0;60;100;0;0 RAL Farbnummer für Hellrotorange
  1. Wenn Sie eine neue Farbe definieren wollen, gehen Sie zunächst oben auf den Reiter Farbtypen.
  2. Gehen Sie dann rechts auf die Funktionstaste Neue Signatur.
  3. Geben Sie in den Eingabefeldern die RGB-Farbwerte für die neue Farbe ein (die Felder für die CMYK-Farbwerte dienen z.Z. nur zur Anzeige, es können keine benutzerdefinierten Einstellungen hierüber vorgenommen werden).
  4. In dem Eingabefeld Farbnr: können Sie für die Farbe eine eigene Bezeichnung und/oder Nummer eingeben (optional).
  5. Im Vorschaufenster wird die aktuellen Farbauswahl angezeigt.

Vektorsignatur aus einer Auswahl von Elementen erstellen

SIGN MAP-VectSymCreate-de.png

Im metigo MAP haben Sie die Möglichkeit, aus einer Auswahl von Elementen eine Vektorsignatur zu erstellen. Dabei werden Beschriftungen, Polygone und Kreise bzw. Kreisbögen berücksichtigt. Um in metigo MAP eine Vektorsignatur zu erstellen, wählen Sie eine beliebige Anzahl von Elementen, aus denen die Vektorsignatur erstellt werden sollen. Haben Sie Ihre Auswahl getroffen, so drücken Sie die Schaltfläche IconSelect CreateVectorSymbol.png und es wird sich der Dialog zum Erstellen von Vektorsignaturen öffnen.

1. Sie können die Breite bzw. die Höhe der Vektorsignatur festlegen, indem Sie den gewünschten Wert in m (für die Ausgabe) in dem entsprechenden Eingabefeld eingeben. Dabei wird der jeweils andere Wert entsprechend dem Seitenverhältnis der Vektorsignatur skaliert.

Achtung Achtung: Beachten Sie bitte, dass die Maße für die 100% Druckausgabe gelten, d.h. haben Sie beispielsweise eine Breite von 0.01 m eingeben, so ist Ihre erzeugte Vektorsignatur beim Ausdruck 1 cm breit, wenn Sie den Maßstab für die Signaturen unverändert lassen.

2. Über das Pull-Down-Menü kann man als Einfügepunkt für die Vektorsignatur eine der 4 Ecken oder die Mitte der Vektorsignatur auswählen. Sie können aber im Pull-Down-Menü auch den Eintrag Messen wählen. Wenn Sie anschließend die gleichnamige Schaltfläche betätigen, gelangen Sie in das Anzeigefenster und Sie können dort einen Einfügepunkt messen. Nachdem Sie den Einfügepunkt gemessen haben, kehren Sie in den Dialog zurück.

Merke Merke: Beim Messen des Einfügepunktes haben Sie die Möglichkeit auf die Objektfangmodi zurückzugreifen.

3. Nach Eingabe des Namens für Ihre Vektorsignatur wird durch betätigen der Schaltfläche Anlegen die Vektorsignatur angelegt.

Achtung Achtung: Beachten Sie bitte beim Anlegen von Vektorsignaturen, dass der Name der Vektorsignatur im Projekt eindeutig sein muss.

Erweiterung von Vektorsignaturen

Vektorsignaturen können nun auch eine Funktion oder ein Datenfeld enthalten. Dabei beziehen sich Funktionen auf eine oder mehrere enthaltene Koordinaten. Wieviele Koordinaten der Vektorsignaturen zugewiesen sein sollen, muss in der ersten Zeile der Definition stehen. PNUM=3 bedeutet, dass 3 Koordinaten benötigt werden.

Funktionen

Die Definition einer Funktion ist der Defintion eines Textes sehr ähnlich, mit folgenden Unterschieden in der Definitionszeile:

  • die Zeile beginnt mit VF statt mit VT
  • der 3. Wert der Definitionszeile ist die Zeichenkette für die Funktion

Eine Funktion bezieht sich dabei auf eine oder zwei enthaltene Koordinaten.


In der folgenden Tabelle befinden sich sich vorgefertigte Funktionen (das „?“ repräsentiert jeweils den Index der gewünschten Koordinaten – 1...PNUM):

Funktionen
Zeichenfolge Beschreibung
PNum(?) zeigt die Punktnummer der gewählten Koordinate „?“
Code1(?) zeigt Code 1 der gewählten Koordinate „?“ an
Code2(?) zeigt Code 2 der gewählten Koordinate „?“ an
Xkoord(?) zeigt x-Wert der gewählten Koordinate „?“ an
Ykoord(?) zeigt y-Wert der gewählten Koordinate „?“ an
Zkoord(?) zeigt z-Wert der gewählten Koordinate „?“ an
DeltaX(?1,?2) Zeigt X-Differenz der gewählten Koordinaten “?1“ - “?2“ an
DeltaY(?1,?2) Zeigt Y-Differenz der gewählten Koordinaten “?1“ - “?2“ an
DeltaZ(?1,?2) Zeigt Z-Differenz der gewählten Koordinaten “?1“ - “?2“ an
DistXY(?1,?2) Zeigt XY-Differenz der gewählten Koordinaten “?1“ - “?2“ an
DistYZ(?1,?2) Zeigt YZ-Differenz der gewählten Koordinaten “?1“ - “?2“ an
Dist ZX(?1,?2) Zeigt ZX-Differenz der gewählten Koordinaten “?1“ - “?2“ an
Dist3D(?1,?2) Zeigt 3D-Abstand der gewählten Koordinaten “?1“ - “?2“ an

Datenfelder

Die Definition eines Datenfeldes ist der Definition des Textes sehr ähnlich, mit folgenden Unterschieden in der Defintionszeile:

  • die Zeile beginnt mit VD statt mit VT
  • der 3. Wert der Definitionszeile ist die Zeichenkette für das abzurufende Datenfeld

Das anzuzeigende Datenfeld muss dem Element, welches diese Vektorsignatur verwendet, zugewiesen sein.

Beispiel:

  • x-Koordinate 1
  • PNUM=3
  • VF,0,0,”xKoord(2)”,0.01,b0,i1,u1
  • Ausgabe: x-Wert der zweiten Koordinate mit 1 cm Höhe (kursiv & unterstrichen) / dreht sich nicht mit Winkel (3 Koordinaten werden benötigt)
  • Index
  • VD,0,0,”Index(1)”,0.01,b0,i1,u1
  • Ausgabe: Index des Elementes, welches diese Vektorsignatur enthält, mit 1 cm Höhe (kursiv & unterstrichen) / dreht sicht nicht mit Winkel